Nach Ausbruch des Krieges mit Frankreich im Jahr 1793 beschließt die britische Regierung, die französische Wirtschaft dadurch zu destabilisieren, dass massenhaft gefälschte französische Banknoten nach Frankreich geschmuggelt werden. Mit dem Transport des Falschgelds auf einem "amerikanischen" Handelsschiff wird Commander Nathan Peake betraut, der den Vorteil hat, französisch zu sprechen und eine (halb)amerikanische Mutter zu haben und deshalb als Amerikaner glaubwürdig wirkt. Nachdem der Kontaktmann sich nicht wie geplant in Le Havre aufhält, sondern in Paris, muss Peake dorthin reisen. Er kommt in Kontakt mit mehreren prominenten Persönlichkeiten der französischen Revolution. Seine Auftraggeber beschließen, diese Kontakte zu nutzen. Auf diese Weise wird Peake zum Spion, der Informationen aus und Bestechungsgelder nach Frankreich schmuggelt mit Hilfe derer Georges Danton zum Staatsstreich bewegt werden soll, weil der angeblich einem Friedensschluss nicht abgeneigt sei. Verkompliziert wird die Angelegenheit dadurch, dass sich Peake in eine französische Adlige verliebt, die sich selbst unter falschem Namen in Paris durchschlägt, ständig der Gefahr der Denunziation ausgesetzt. Weder der Spionageauftrag noch die Liebesgeschichte sind letztlich von Erfolg gekrönt.
Der Roman ist spannend und liest sich flüssig, der Schreibstil ist gefällig, auch wenn der Vergleich mit O'Brian weit hergeholt ist. Das Buch scheint gut recherchiert zu sein, die überwiegend in Paris zur Zeit des Terrors spielende Handlung erscheint glaubwürdig, obwohl so typische Klischees wie die Katakomben von Paris sowie die Flucht aus dem Luxembourg nicht ausgelassen werden (aber letzteres kommt ja selbst bei O'Brian vor

). Viele der Nebenfiguren sind real existierende historische Persönlichkeiten (angefangen von Mary Wollstonecraft

und deren Lebensgefährten über den amerikanischen Botschafter und Thomas Paine bis hin zu den Protagonisten der französischen Revolution Danton, Robespierre und wie sie alle heißen. Zwar lernt Peake viele dieser Personen selbst kennen (sogar Marie Grosholtz, deren Beruf es ist, Wachsabdrücke von den Köpfen der Hingerichteten für deren Hinterbliebene anzufertigen (richtig, die spätere Mme Tussaud), trotzdem wirkt das Ganze insgesamt nicht unglaubwürdig; Peake ist eben eine nützliche Schachfigur im politischen Spiel der "Großen" und wird entsprechend von mehreren Parteien auf dem Brett hin und her geschubst.
Letztlich kommt auch das maritime Element nicht völlig zu kurz. Von der Verfolgung eines englischen Schmugglers über eine "cutting out expedition" bis hin zur Schlacht des Glorious First of June ist schon einiges dabei.