Traditioneller Royal Navy Toast für den heutigen
Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff

    Band 6 -Kanonen auf hoher See


    ISBN-10/ASIN: 3548252125

    Ich kann nicht genau sagen, weshalb ich mit diesem Band nicht so richtig warm werde. Dabei hat er doch alles, was das Herz begehrt. Seeschlachten, Schiffbruch, Gefangenschaft und Flucht und auch noch eine Agentenstory, die schon fast wie James Bond daher kommt.
    Möglicherweise liegt es an der anfänglichen Enttäuschung, dass die Handlung von Band 5 zwar fortgesetzt wird, jedoch ein dickes Loch von mehreren Monaten klafft. Oder ist es die depressive Stimmung, die Jack und die anderen britischen Seeoffiziere befällt, als der Krieg gegen die USA mit einer Niederlagenserie beginnt? Schwer zu sagen, doch vielleicht teilt ja jemand meine Meinung zu dem Band und kann mir auch das Warum erklären...

  2. #2
    Treasurer of the Navy Avatar von Richard Howe
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    Band 6 war mein "erster" POB (Buchhändler haben ja nie den ersten Band einer Reihe vorrätig...). Ich kannte MaC und hatte auch schon vieles über die anderen Bände im alten Forum gelesen.

    Hätte ich all die anderen Seiten von Jack und Stephen nicht gekannt, hätte ich mir danach vielleicht nicht unbedingt einen weiteren Roman von POB zugelegt. Spannend ist dieser Teil auf jeden Fall, gerade die vielen Wendungen und Erlebnisse abseits der See sind nicht uninteressant.

    Vielleicht begreift man als geneigter Leser und J&S-Fan die Reihe von Niederlagen, die Jack auch treffen, fast schon als eigene. Die unglückliche Ende der Reise auf der La Fléche, die weiteren schlechten Nachrichten und die Eroberung der Java und die Quasi-Gefangenschaft in Boston verstärken dieses düstere Bild, in dem alles, wofür Jack Tag für Tag kämpft, ins Wanken gerät und zu zerbrechen droht.
    Die vielen spannungsgeladenen inhaltlichen Höhepunkte täuschen ein wenig darüber hinweg, daß für Jack gleichzeitig eine ganze Welt zusammenzubrechen scheint. Die depressive Stimmung bzw. Schleier, der über der ganzen Handlung schwebt ist meiner Meinung nach auch vorhanden und zeichnet mal ein ganz anderes Bild von Geschehnissen.
    ~*~ 'Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale.' ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794

    HMS Magnanime (74)

  3. #3
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    Avatar von Mr. Winterbottom
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    Für mich war Band 6 nach "Kurs auf Spaniens Küste" der zweite PoB. Das war auch gut so, denn wäre er der erste gewesen, hätte er leicht zum letzten werden können. Keine Frage, die Geschichte ist toll erzählt, doch von einem Seefahrerroman erwarte ich halt vor allem Seefahrt und die kommt mir in der Zeit in Boston leider abhanden. Wenn man aber Band 1 bis 5 in Reihenfolge gelesen hat, passt Nr. 6 schon ganz gut ins Geschehen.
    Doch er stehet männlich an dem Steuer: Mit dem Schiffe spielen Wind und Wellen, Wind und Wellen nicht mit seinem Herzen. Herrschend blickt er auf die grimme Tiefe Und vertrauet, scheiternd oder landend, Seinen Göttern.

    Seefahrt - Johann Wolfgang von Goethe

  4. #4
    Ordinary Seaman
    Avatar von Peter Parker
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    Viel durcheinander
    Zitat Zitat von Mr. Winterbottom Beitrag anzeigen
    [...] Wenn man aber Band 1 bis 5 in Reihenfolge gelesen hat, passt Nr. 6 schon ganz gut ins Geschehen.
    Das sehe ich ähnlich, wobei ich bislang die Bände in Reihe gelesen habe. Ich finde, besonders dieser Band hat auch einige Längen, die ich aber bewußt auch mal in Kauf nehme, denn ich finde einfach die Kombi zwischen Aubrey und Maturin genial.

  5. #5
    Midshipman
    Avatar von Robert Surcouf
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    POB - Nebelbank
    Also ich bin gerade mitten in Band 6 und finde das Buch, bzgl. der Seefahrtsanteile zwar schächer als die bisherigen 1-5, aaaaber die Geschichte und auch die Niederlage des "Seehelden" finde ich in gewisser Weise erfrischend bzw. normal. Allerdings ist es erstaunlich wie "frei" sich die "Gefangenen" in Boston bewegen können. Und auch die Veräppelung der amerikanischen Kommiteemitglieder durch Jack find ich erstaunlich und für heutige Verhältnisse unvorstellbar!!

    Na Ja, bin gespannt ob Ihm (Jack) das noch zum Verhängnis wird, den Verrücten gemiemt zu haben.

    Gruß
    Votre fidèle serviteur
    Robert Surcouf

    Hier findet Ihr noch mehr über mich

  6. #6
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff
    Gefangene Offiziere durften sich relativ frei bewegen, wenn sie ihr Ehrenwort abgaben, nicht zu fliehen. Auf Jack und Stephen trifft das allerdings nicht zu.

      Spoiler!  
    Hier ist Jack ja verwundet und Stephen sein Arzt, weshalb man auf das Ehrenwort verzichtete, zumal das amerikanische Militär ja zunächst auch davon ausging, dass beide relativ schnell nach Halifax transferiert würden.

  7. #7
    Treasurer of the Navy Avatar von Richard Howe
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    In diesem Band findet sich auch einer der besten Bonmots der ganzen Reihe und taucht dementsprechend natürlich auch in DEM Film auf. Da er für die Handlung nicht relevant ist, hier ohne Spoiler:

    Zitat Zitat von POB, 64f.
    Zwei Rüsselkäfer krochen aus dem Zwieback. "Siehst du diese Käfer, Stephen?" fragte Jack ernsthaft.
    "Ja."
    "Welchen von beiden würdest du wählen?"
    "Das bleibt sich völlig gleich. Arcades ambo. Beide gehören zur Familie der Curculionidae."
    "Aber mal angenommen, du müßtest wählen?"
    "Dann würde ich den rechten nehmen. Er ist eindeutig dicker und fetter als der andere."
    "Ha, jetzt hab ich dich!" rief Jack. "Du bist reingefallen - total erledigt! Weißt du denn nicht, daß wir von der Marine uns immer für den hübscheren Käfer entscheiden? Oh, ha, ha, ha!"
    ~*~ 'Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale.' ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794

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  8. #8
    aga of the fleet Avatar von Sir Walter Stirling
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    Preussen
    Oh, ja eine meiner Lieblingsstellen.
    War sogar eine zeitlang meine Signatur.

    Ihr Diener
    Hier steckt der Aga drin!

    John Duckworth: „Besamsegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen. Mein Schwein – Schwein ersäuft“.
    „Es ist unser Schwein!“ stammelt der Kadett
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

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