Traditioneller Royal Navy Toast für den heutigen
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Junior Post-Captain
Reefs and Shoals
Die Lewrie-Reihe wird fortgesetzt. Der neue Band soll am 17. Januar 2012 erscheinen: Reefs and Shoals.
Das Buch soll auch als E-Book-Ausgabe (Kindle-Format) erscheinen. € 20,99 als gebundene, € 15,07 als Kindle-Ausgabe. Das sind schon etwas gesalzene Preise, aber ob ich auf die Taschenbuchausgabe warten kann?
Talk is cheap unless you are talking to a lawyer.
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Endlich! Ich hasse es, jedesmal ein Jahr warten zu müssen! Kann er nicht mal zwei Bücher pro Jahr schreiben? Ich hab es jetzt gerade für 14.40 als Hardcover bestellt, denke der Preis ist ok.
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"I am pleased to let you know that we have just received notification that your pre-ordered book has been made available by the publisher." Endlich ist es so weit, dann eine Woche lesen und wieder ein Jahr warten. 
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Junior Post-Captain
Eine Woche hält der bei mir nie...
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Man darf nicht zu gierig sein, immer schön einteilen...und dann direkt nochmal lesen.
Die Reihe macht einfach Spass, nicht anspruchsvoll aber immer witzig.
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Junior Post-Captain
Irgendwo in den Weiten des Internets habe ich eine Rezension über Reefs and Shoals gelesen, ich glaube bei Publishers Weekly, aber ich finde den Link nicht mehr. Jedenfalls wird dort Reefs and Shoals als wesentlich besser als sein Vorgänger bezeichnet. Ich bin mal gespannt.
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Die letzten zwei Bände kamen mir auch mehr wie so "Übergangs"bände vor, schlecht waren sie jetzt aber nicht.
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Junior Post-Captain
Endlich wieder ein spannender Lewrie?...
Leider nicht.
Ich weiß ja nicht, ob meine Ansprüche mittlerweile ins Unermessliche gewachsen sind, aber nachdem ich "Reefs and Shoals" jetzt durch habe (die e-book-Ausgabe) bin ich der Ansicht, dem Buch nicht mehr als ein "ganz nett" zuerkennen zu können. Bis auf die letzten 40 bis 50 Seiten will keine richtige Spannung aufkommen und auch im finalen Kampf hatte ich immer den Eindruck, dass das Endergebnis schon feststeht.
Zusammenfassung:
Lewrie wird im Januar 1805 aus den Armen seiner Geliebten gerissen und mit seiner Fregatte nach Bermuda beordert. Dort soll er kartographieren, aber dann weiter auf die Bahamas und dann vorrangig mit Unterstützung kleinerer Schiffe mögliche französische und spanische Freibeuter vor der amerikanischen Ostküste aufbringen. Auf den Bahamas trifft er auf einen alten Bekannten, dem jetzigen Kapitän Forrester, mit dem es zu einer kleinen Kabbelei kommt. Zusammen einigen kleineren Einheiten klappert Lewrie die Nordküste Kubas und Spanisch-Florida ab. Dann hält er sich nach Norden und besucht auftragsgemäß die britischen Konsuln in den Städten von Carolina und Georgia, um Informationen über Freibeuter zu erhalten und Flagge zu zeigen. Es kommt zu einem Wiedersehen mit Christopher Cashman und Angehörigen der Familie McGilliveray, die man aus einigen früheren Lambdins kennt. Nachdem er der Ansicht ist, die Freibeuter benutzten einen Grenzfluss zwischen Spanisch-Florida und Georgia als Unterschlupf räumt Lewrie schließlich mit den dort aufgefundenen Feinden auf und kehrt auf die Bahamas zurück.
Natürlich gibt es zweifelhafte amerikanische Händler, die den Franzosen illegal beim Verkauf der Prisen bzw. der erbeuteten Ware behilflich sind und einen fiesen französischen Kaperkapitän, der Lewrie im neutralen amerikanischen Hafen dumm anmacht. Aber die sind leider keine wirkliche Herausforderung für Lewrie.
Kritik:
Obwohl der Roman in genau dem Zeitraum spielt, in dem gleich zwei französische Flotten in der Karibik aktiv sind, nämlich die der Admirale Missiessy und Villeneuve, kommt diese Begebenheit nur ganz am Rande vor, nämlich als Lewrie von Forrester die Nachricht erhält, dass Franzosen unterwegs sind und Forrester seinen 64er und seine Begleitsloops daraufhin aus den Bahamas abzieht. Aber im ganzen Roman kommt kein einziges französisches Kriegsschiff vor und auch auf die von Nelson kommandierte Mittelmeerflotte trifft Lewrie nicht, der in seinem Operationsgebiet nur irgendwelchen langweiligen, völlig unterlegenen französischen Kapern begegnet. Weder die Gegnerschaft zu Forrester wird irgendwie herausgearbeitet, obwohl letzterer aufgrund des eigenmächtigten Verlassens seines Operationsgebiets und weil er auf Antigua sein Schiff auf Grund setzt, vor ein Kriegsgericht kommt, noch die möglichen diplomatischen Verwicklungen mit den Amerikanern, die Lewries Operation nach sich ziehen könnten noch die Expedition Villeneuves und Missiessys werden irgendwie ausgearbeitet. Irgendwie hatte ich den Eindruck, Lambdin fehle es ein wenig an der Lust zu schreiben. Dafür werden seitenweise die Wassertiefen und Strömungsverhältnisse in den in Frage kommenden Flüssen an der US-Küste erörtert. Das ist für Lewries Auftrag zwar sicherlich notwendig, hat aber keinen sonderlichen Pep.
Daneben hat das Buch leider auch ein paar technisch-inhaltliche Fehler. So wird Lewrie durch seinen Einsatzbefehl zugestanden, einen Breitwimpel zu führen, weil er ja kleinere Schiffe aus seinem Operationsgebiet für seine Mission aufsammeln und anführen soll. Meinem Empfinden nach ist er damit ein Commodore 2nd Class (weil er keinen Flaggkapitän bekommt). Nach Lambdin ist Lewrie aber gar kein "richtiger" Commodore, sondern irgendwie ein ganz normaler Captain, der halt netterweise den Breitwimpel führen darf. Daneben kommt mal wieder verstärkt Lambdins Lieblingsunsinn vor, nämlich die Sloop, die von einem Leutnant kommandiert wird, der noch einen untergebenen Leutnant an Bord hat. Es kommen vor Briggsloops (mit Commander) und "kleinere Sloops" mit zwei Leutnants und noch kleinere Einheiten mit nur einem Leutnant... mühsam. Ich habe den Eindruck, dass Lambdin mit der "Nomenklatur" nach all den Jahren immer noch seine Schwierigkeiten hat (oder er traut seinen Landsleuten nicht zu, sich hier irgendwie auszukennen). Beispielsweise wirkt es unfreiwillig komisch (oder nervig), wenn er sich mit einem seiner Offiziere über das neben ihm liegende Schiff Forresters unterhält und es im Gespräch ständig als "two-decked third rate 64 gun ship" oder so bezeichnet wird. Das ist mindestens dreifach, wenn nicht gar vierfach gemoppelt: Wenn ich sage: 64er, reicht das doch dicke, da weiß ich doch, dass es zwei Decks hat, ein 3rd rate ist und tatsächlich mit Kanonen bewaffnet, oder? Oder wenn er sich bei irgendwelchen Leuten vorstellt "Lewrie, of the Reliant frigate". Die Typen, die bei ihm an Deck stehen (oder sein Schiff zwei Kabellängen entfernt sehen), werden doch wohl wissen, dass es eine Fregatte ist und kein Walfänger?!
Jetzt hör ich aber auf. Soo schlecht ist das Buch auch wieder nicht. Durchaus lesbar, aber eben nichts berühmtes.
Drei von fünf Sternen.
Geändert von Mr. Oxbelly (28.01.2012 um 12:17 Uhr)
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