Traditioneller Royal Navy Toast für den heutigen
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  1. #1
    Junior Post-Captain
    Avatar von Mr. Oxbelly
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    Allgemein - Kompetenzen der Buchautoren

    @ Quincy:

    Wie steht es mit Patrick O'Brian? Ich zähle den schon zu den großen Könnern. Zur See gefahren ist er wohl nicht, hat sich aber, soweit ihm möglich, akribisch über alle Aspekte, sowohl seefahrerische als auch historische, soziale... seiner Arbeit informiert. Oder würdest du sagen, die schriftstellerischen Qualitäten O'Brians überstrahlen nur die fachlichen Mängel, so dass diese dem durchschnittlichen Leser nicht auffallen?



    Thema abgetrennt von hier.
    Geändert von Sir Amoi (07.01.2011 um 08:19 Uhr) Grund: Link ergänzt

  2. #2
    Able Seaman

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    Zitat Zitat von Mr. Oxbelly Beitrag anzeigen
    @ Quincy:

    Wie steht es mit Patrick O'Brian? Ich zähle den schon zu den großen Könnern. Zur See gefahren ist er wohl nicht, hat sich aber, soweit ihm möglich, akribisch über alle Aspekte, sowohl seefahrerische als auch historische, soziale... seiner Arbeit informiert. Oder würdest du sagen, die schriftstellerischen Qualitäten O'Brians überstrahlen nur die fachlichen Mängel, so dass diese dem durchschnittlichen Leser nicht auffallen?
    Soweit ich weis hat er aber so genau in Museen recherchiert, dass sogar Fachleute und Historiker von seiner Kenntnis sehr erstaunt waren...
    Aber ich stimme dir zu, bei O´Brian sticht das Argument nicht.

  3. #3
    Admiral of the Fleet (11.341) Avatar von Bonden
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    Sollten wir nicht die Diskussion um O'Brian im O'Brian-Thread führen? Hier geht es ja um Frank Adam.

    Hier im Bücherbereich, gewissermaßen dem "Kerngeschäft" des Forums, sollten wir versuchen, etwas Ordnung zu halten.

  4. #4
    Able Seaman

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    Vielleicht sollten wir einen Beitrag zu den Kompetenzen der Autoren eröffnen. Den eigentich st die Diskussion ja weder Adam noch o´Brian.

  5. #5
    Admiral of the Fleet (11.341) Avatar von Bonden
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    SW: Knight Errant
    Zitat Zitat von Postcaptain Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollten wir einen Beitrag zu den Kompetenzen der Autoren eröffnen. Denn eigentich ist die Diskussion ja weder Adam noch O´Brian.
    Eine gute Idee, Postcaptain!
    Vielleicht holt ja Amoi die Beiträge aus dem Frank-Adam-Thread, die dazu passen, hierher rüber.

  6. #6
    Lord of the Board
    Avatar von Sir Amoi
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    SW: Knight Errant
    Bevor ich das tue, noch der allgemeine Hinweis, diese Diskussion sachlich zu führen, Bashing ist gem. Forenregeln nicht erlaubt

  7. #7
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Stimmt schon, vom guten alten Frank Adam haben wir uns nun schon ein gutes Stück entfernt.

    Ich mache dann mal mit einem sehr bedenkenswerten Einwurf unseres verehrten Paul Quincy weiter:

    Lieber Kaii,

    die wirklich großen Könner unserer Zunft: Conrad, Melville, Jack London. Gerstärker, Kapt. Marryat usw. sind alle durch die Bank zur See gefahren und das macht eben den (kleinen?) Unterschied aus. Mit Seele kannst Du nur schreiben, wenn Du an dem, worüber du schreibst gelitten und es gleichzeitig heiß geliebt hast. Alles andere sind mehr oder weniger handwerklich gute Annäherungen. Aber jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung,n'est-ce pas?

    Quincy
    Deiner eindrucksvollen Liste könnte man noch James Fenimore Cooper hinzufügen, der ja auch ein Seemann war. All diese hervorragenden Schriftsteller haben eine Gemeinsamkeit, sie sind schon verdammt lange tot oder, um es anders auszudrücken: Sie alle entstammen einer Zeit, in der man keine andere Möglichkeit hatte, sich mit einer so speziellen Materie auseinander zu setzen, als sie selbst aus erster Hand zu kennen.
    Heute hat man ganz andere Möglichkeiten, Recherche zu betreiben. Man muss nicht mehr alles am eigenen Leib erlebt und erlitten haben.
    Natürlich sehe ich durchaus einen großen Vorteil darin, vertraute Dinge beschreiben zu können und ich glaube, dass man das dem Erzählfluss auch anmerken kann. Dir wird es sicherlich nicht passieren, das immer wieder gleiche Manöver mit den exakt gleichen Worten Band für Band zu wiederholen, wie das bei einem Deiner Kollegen ohne maritimen Hintergrund fast schon zu einem Markenzeichen geworden ist.
    Aber es gibt halt auch großartige maritime Autoren, die ihren Mangel an persönlicher Erfahrung durch Talent und stilistische Mittel ausgleichen können und das Ergebnis kann man als Weltliteratur bezeichnen. Ich spreche von O'Brian und Forrester. Allerdings habe ich bei Beiden auch den Eindruck, dass sie sich der Materie mit einer gehörigen Portion Demut genähert und garnicht erst versucht haben, den großen Nautiker heraushängen zu lassen. Forrester ging es halt sehr um das Innenleben seines Helden mit all seinen Selbstzweifeln und O'Brian schrieb ja fast schon Gesellschaftsromane, die (auch) auf See spielen. Hinzu kommt, dass beide hervorragende Erzähler sind.

  8. #8
    aga of the fleet Avatar von Sir Walter Stirling
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    Ich lese gerade ja Marryats Midshipment Easy. Man merkt trotz der schlechten Übersetzung, das Marryat zur See gefahren ist. Viele kleine Details die man heute -selbst man als Autor zur See fährt- nict mehr erfahren kann. Einfach weil wir kaum noch Segelschiffe auf den Meeren haben.
    Es ist aber oft nicht nötig. Ein guter Erzähler kann einen auf eine Fantasie mitnehmen, in eine Geschichte zieen ohne das jedes Detail stimmt. Das zeigen uns O'Brian, Forrester, Stockwin und auch Quincy. Es gibt aber auch Schriftsteller die eben keine guten Erzähler sind, wo zuviele rauhe Kanten sind, wo wir uns, vielleicht unbewusst, daran reiben. Da wäre Adam ein Besipiel aber auch White oder Hardy. Da stossen wir uns dann mittenmal dartan das jemand der totale Gutmensch ist, oder Ochsenfrösche und Flamingos das Liebesspiel des Helden beschallen...

    Ihr Diener
    Hier steckt der Aga drin!

    John Duckworth: „Besamsegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen. Mein Schwein – Schwein ersäuft“.
    „Es ist unser Schwein!“ stammelt der Kadett
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  9. #9
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
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    Zitat Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
    Deiner eindrucksvollen Liste könnte man noch James Fenimore Cooper hinzufügen, der ja auch ein Seemann war. All diese hervorragenden Schriftsteller haben eine Gemeinsamkeit, sie sind schon verdammt lange tot!
    Sehr richtig, Speedy, die Leuchttürme sind tot. Meine Liste hat auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, ich habe da nur mal eben die aufgeführt, die mir ad hoc eingefallen sind. Ich stimme Dir auch zu, daß sich die Zeiten geändert haben und die Seefahrt mit ihnen. Und zwar so gründlich, daß sich die Profis heute mehr oder weniger scherzhaft nicht mehr als Seeleute, sondern als Überseetransportbegleiter bezeichnen. In den letzten roundabout zwanzig/dreißig Jahren haben sich die Schiffsgrößen und -technik stärker verändert, als in den fünfzig/sechzig Jahren davor. Die modernste Navi-Technik, die zu meiner aktiven Zeit an Bord war, waren RADAR und DECCA (LORAN). Das war ein riesiger Fortschritt, aber im Wesentlichen haben wir noch Columbusnavigation bestrieben!!! Das größte deutsche Schiff, war seinerzeit ein Schiff mit 36.000 tdw. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir waren damals noch recht nahe dran an den "alten Zeiten" - und auf Segeljachten sowieso! Nur zur Klarstellung, ich habe außer dem A6 auch den C-Schein des DSV und bin reichlich mit Yachten untewrwegs gewesen.

    Eine Klarstellung: Keinesfalls will oder wollte ich einen Kollegen der schreibenden Zunft unterstellen, schlechte Bücher geschrieben zu haben. Gut oder schlecht, das muß immer der Leser entscheiden! Bei mir ist das allerdings so, daß ich nach einigen Seiten spüre, ob der Schreiber Salzwasser in den Adern hat oder Trockenschwimmer ist. Das hat mit genauen Beschreibungen von seemännischen Manövern nur wenig zu tun. Vergleichbar geht es mir mit Büchern von weibliche Autoren. Die meisten Frauen denken (und notabene schreiben) anders als Männer. Achtung, bevor ich zur Steinigung freigegeben werden: Das ist keine Wertung, sie schreiben nicht besser oder schlechter, sondern anders!!!! Aber wenn du dich als Übersetzer in die Haut des Autors (der Autorin) versetzen sollst, hast du ein Problem. Der absolute Crash war, als ich mal eine Probeübersetzung anfertigen sollte. Geschrieben hatte das Opus ein schwer pubertierender rauschgiftsüchtiger Teenager. Das Mädchen wurde von seinem Vater (zwangsweise) auf eine Weltumsegelung geschickt. Motto: clean or dead! Ich war einfach nur glücklich, daß ich den Auftrag nicht bekommen habe!

    Richtig ist auch, daß Kent, PoB und auch andere in erster Linie Gesellschaftsromane geschrieben haben, die sie mit maritimen Kulissen versehen haben. Das ist völlig in Ordnung und legitim! Nur eine Seeschlacht nach der anderen wäre auch langweilig.
    Ich mache es im Grunde nicht viel anders! Ich versuche die Hintergründe der großen Politik, das gesellschaftliche Umfeld und maritime Abenteuer zu einem spannenden Cocktail zusammenzumischen. Dass dazu umfangreiche Recherche notwendig ist, brauche ich wohl nicht zu betonen.
    Das Ergebnis soll erstens, zweitens und drittens den Leser gut unterhalten und wenn er will, kann er auch ein wenig über die Historie gelernt und einen Einblick in die oldfashion Seefahrt bekommen haben. Ich gebe zu, daß ich besonders im Bereich der Seemannschaft ein Korinthenkacker bin. Wenn ich z.B. schreibe am XX.Mai 17XX war Vollmond, dann war da Vollmond! Kannste jeden fragen, der dabei war! Daselbe gilt für Sonnenauf- und untergänge, Strömungsangaben und vorherrschende Windverhältnisse und , und ...
    Über den Schiffbau, die Bewaffnung und Besatzungsstärken der damaligen Schiffe mußte ich mich natürlich wie jeder andere Spätgeborene in der Literatur schlau machen. Aber ich darf wohl behaupten, daß ich eine der umfangreichsten Präsentbibliotheken hier in meiner Wohnhöhle zu stehen habe. Mrs Quincy-Groothus ist ganz klar der Meinung, daß es zuviele Bücher sind, die abzustauben sind. Die "falsche" Besatzung der Sloop Shark mit 2 Leutnants und einem Segelmeister etc. konnte ich nur mit ihrem geheimdienstlichen Auftrag und den hydrographischen Vermessungsarbeiten begründen. Ebenso den vorzeitigen Einsatz der Karronaden an Bord der Shark - eben als geheimen Praxisversuch unter realistischen Bedingungen. Erfunden waren sie schon!

    In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort, Sir, verbleibe ich Ihr sehr ergebener Diener

    Quincy
    Geändert von Sir Amoi (07.01.2011 um 16:14 Uhr) Grund: Abchließendes Quote-Tag gesetzt
    The past is not dead. In fact, it's not even past

  10. #10
    Boatswain
    Avatar von Elaine
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    .. da erhitzen sich die Gemüter!

    Ich schiebe mal etwas aus meiner ganz praktischen eigenen Erfahrung ein, da ich selbst auch an einem historischen Roman bastele, der zum Teil auf einem Segelschiff handelt:

    Nachdem ich das erste Mal auf einem Windjammer mitgesegelt war, hatte ich plötzlich einen ganz anderen Einblick in diese Erfahrungswelt, auch wenn nur als kleine "Mitseglerin", die ab und zu mal so tun darf, als ob sie einen Befehl nicht verstanden hätte

    Und wenn ich in anderer Literatur recherchiere, dann halte ich mich zur Sicherheit immer an die Autoren, die auch selbst zur See gefahren sind!

  11. #11
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
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    Zitat Zitat von Mr. Oxbelly Beitrag anzeigen
    @ Quincy:

    Wie steht es mit Patrick O'Brian? Ich zähle den schon zu den großen Könnern.

    Thema abgetrennt von hier.
    Dear Mr. Oxbelly,
    leider durfdte ich mich nie an PoB vergreifen. Den zu übersetzen, hatte sich meine damalige Cheflektorin vorbehalten. Wie ich schon mal an anderer Stelle geschrieben habe, kenne ich mich wirklich gut nur bei Autoren aus, die ich übersetzt habe. Der Grund ist einfach. Wenn man übersetzt, liest man keinen anderen Autor parallel, das wäre, als ob man in der einen Hand ein Glas Rotwein und in der anderen eins mit Weißwein hat und abwechseklnd einen Schluck nimmt. Seit ich selbst schreibe, lese ich - außer immer mal wieder in den alten Klassikern - keine Bücher der Kollegen. Das hat nichts mit elitärer Selbstüberschätzung zu tun, sondern ist ein Versuch (ähnlich dem eines Schöffen/Geschworenen) unbeeinflußt zu bleiben. Die Möglichkeiten auf See Krieg zu führen sind relativ übersichtlich und was nicht woanders gelesen habe, kann ich nicht plagieren! Zumindest nicht bewußt!
    Nochmals zu PoB. Zwischen zwei Aufträgen habe ich 2x probiert zwei Bücher von ihm ganz zu lesen, bin aber immer nach einem Drittel hängengeblieben. Sorry, my fault! Passiert mir aber sehr, sehr selten. Ich könnte noch nicht mal exakt beschreiben, woran es lag, Ich glaube(?), es hat mich angeödet, als er ein seemänniscxhe Manöver mit dem Nudelholz in die Breite und die Länge ausgewalzt hat. Aber das kann es nicht allein gewesen sein. Zu meiner Entlastung: Im Lektorat, dieser besserwisserischen Ansammlung von Literaturprofessoren und Kunsthistorikern, die noch keine einzige Zeile selbst veröffentlicht haben, verläuft eine scharfe Front zwischen den Anhängern von PoB und seinen Gegnern! Ähnliches höre ich aber auch immer wieder von eingefleischten Fans der maritimen Literatur. Ich fürchte, ich muß mir PoB doch noch mal wieder zu Gemüte führen...

    Your most humble servant, Sir

    Quincy
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  12. #12
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
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    Zitat Zitat von Elaine Beitrag anzeigen
    .. da erhitzen sich die Gemüter!

    Ich schiebe mal etwas aus meiner ganz praktischen eigenen Erfahrung ein, da ich selbst auch an einem historischen Roman bastele, der zum Teil auf einem Segelschiff handelt:

    Nachdem ich das erste Mal auf einem Windjammer mitgesegelt war, hatte ich plötzlich einen ganz anderen Einblick in diese Erfahrungswelt, auch wenn nur als kleine "Mitseglerin", die ab und zu mal so tun darf, als ob sie einen Befehl nicht verstanden hätte

    Und wenn ich in anderer Literatur recherchiere, dann halte ich mich zur Sicherheit immer an die Autoren, die auch selbst zur See gefahren sind!
    Danke, Elaine, für Deinen Beitrag!

    Allerdings würde ich nicht sagen, daß sich die Gemüter erhitzen, es ist nur schwer, eigene langjährige Erfahrungen für andere wirklich transparent zu machen. Aber Du hast natürlich völlig Recht, wenn Du feststellst, daß allein schon das Mitsegeln die eigene Perspektive verändert.
    Segelst Du auf der Alex?

    Mit kernigem Mast- und Schotbruch

    Quincy
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  13. #13
    Boatswain
    Avatar von Elaine
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    Mutiny... Elsinore
    Ich bin bislang auf der "Greif" mitgesegelt und segele dieses Jahr - hoffentlich - auch einmal auf der Roald Amundsen mit!

    Mit Patrick O'Brian ging es mir leider auch so, dass ich bei der Hälfte des (einen) Buches (das ich von ihm gelesen habe) abgestorben bin. Ohne ihn runtermachen zu wollen - ich weiß, sein Fanclub ist riesig, und das muss ja auch seine Gründe haben! - aber ich fand das Werk einfach staubtrocken langweilig
    Wann immer ich bemerke, dass ich um den Mund herum grämlich werde; wann immer in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; wann immer [...] nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten und den Leuten die Hüte runterzuschlagen – immer dann ist es höchste Zeit, sobald ich kann zur See zu gehen.
    Herman Melville, Moby Dick

  14. #14
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
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    Eine Kopfjagd
    Liebe Elaine,

    PoB's Fanclub ist 50:50. Wie es scheint, mag man ihn entweder - oder eben nicht, that's life.

    Falls Du auf Roald segelst und der Skipper heißt Gunther Herdam, dann grüße ihn bitte ganz herzlich von mir und er aoll Dir mal etwas Astronavigation beibiegen. Kann er richtig gut! Frag ihn nach der Nordsternbreite, dann bekommt er leuchtende Augen.

    Gruß Quincy
    The past is not dead. In fact, it's not even past

  15. #15
    Boatswain
    Avatar von Elaine
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    Mutiny... Elsinore
    Zitat Zitat von paul.quincy Beitrag anzeigen
    Falls Du auf Roald segelst und der Skipper heißt Gunther Herdam, dann grüße ihn bitte ganz herzlich von mir und er aoll Dir mal etwas Astronavigation beibiegen. Kann er richtig gut! Frag ihn nach der Nordsternbreite, dann bekommt er leuchtende Augen.
    Na, das ist ein Angebot! Das mache ich doch glatt! (... und nach Astronavigation würde ich auch die anderen Skipper fragen, kost' ja nix )
    Geändert von Elaine (07.01.2011 um 17:13 Uhr)
    Wann immer ich bemerke, dass ich um den Mund herum grämlich werde; wann immer in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; wann immer [...] nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten und den Leuten die Hüte runterzuschlagen – immer dann ist es höchste Zeit, sobald ich kann zur See zu gehen.
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  16. #16
    Able Seaman

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    Ich gebe an dieser Stelle mal zu, dass ich mich auch am Schreiben eines Buches versucht habe. Nun binm ich ein Jahr ind er Marione gewesen, dass ersetzt aber nicht die Erfahrung auf einem Segler. Das machte natürlich viele Recherchen notwendig und man macht sich als Autor dabei des öfteren über Details einen Kopf, die wohl 98% der Leser gar nicht auffallen würden. Dennoch glaube ich, dass Segelerfahrung nicht zwingend notwendig ist.

  17. #17
    Junior Post-Captain
    Avatar von Mr. Oxbelly
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    Ich finde auch nicht, dass sich die Gemüter erhitzen. Im Gegenteil, ich bin froh über die Gelegenheit, hier einen mehrfachen Profi - Seemann und Autor - einmal nach Strich und Faden über seine Erfahrungen und seine Arbeit ausquetschen zu können. Quincys Antworten zu lesen ist ebenso lehrreich wie spannend. Schließlich bin ich, wie wohl die Mehrheit hier, sowohl Landratte als auch Nichtschriftsteller (und auch kein professioneller Übersetzer, obwohl ich einmal ein Kapitel aus Harry Potter für meinen Sohn übersetzt und seitdem einen Mordsrespekt vor diesem Beruf habe).

    @Quincy und Elaine: Mit welchem der zwanzigkommasoundsoviel POBs habt ihr es versucht?

  18. #18
    Commodore 2nd class
    Avatar von Thomas Burton
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    So, da muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
    1. PoB habe ich nur einige Bände, es waren meine ersten marinehistorischen Romane. Mir haben diese nur bedingt gefallen. Woran es genau lag, weiß ich nicht mehr, ist lange her. Aber ich glaube es lag an der Spannung und einigen kurzen Gefechtsschilderungen.

    2. Ich schreibe auch, versuche es zumindest, und es ist eine Heidenarbeit wegen der ganzen Recherchen, die ich machen muss, was auch daran liegt, dass ich mir speziell historische Ereignisse aussuche, zu denen es wenig Nachschlagemöglichkeiten gibt, z.B bei meinem zweiten Burton-Roman, der noch in den Kinderschuhen steckt.
    Also wer mal nach Venedig fährt, ich komme mit.
    Ich schreibe, auch wenn ich noch nie auf einem Segelschiff mitgesegelt bin und auch noch nie auf einem hölzernen Schiff wie der Victory war. Das muss ich auch mal dringend nachholen.
    Was das beschreiben von Manövern angeht, so stütze ich mich auf die Bücher, die ich habe, auch, wenn ich immer das Gefühl habe, dass ich was vergesse. Ich bin halt kein Seemann, aber ich versuche es so gut wie möglich zu machen. Mein Fehler.

    Gruß
    "Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie."
    Ludwig van Beethoven

    "Die Wahrheit ist mit Blut und Leben zu verteidigen."
    Martin Luther

  19. #19
    Junior Post-Captain
    Avatar von Mr. Oxbelly
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    Zitat Zitat von Thomas Burton Beitrag anzeigen
    aber ich versuche es so gut wie möglich zu machen. Mein Fehler.
    Gruß
    Das ist ja wohl kein Fehler, oder?

  20. #20
    Boatswain
    Avatar von Elaine
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    Zitat Zitat von Mr. Oxbelly Beitrag anzeigen
    Ich finde auch nicht, dass sich die Gemüter erhitzen.
    Uuups, da hab ich wohl den vergessen! Aber es ist doch sehr produktiv, wenn die Gemüter sich erhitzen.

    Mein "unvollendeter" POB war "Manöver um Feuerland".

    Ich bin halt kein Seemann, aber ich versuche es so gut wie möglich zu machen.
    @ Thomas, so habe ich auch angefangen, und ich warne Dich: Irgendwann hatte ich das dringende Gefühl, dass mir das nicht mehr reicht!
    Du wirst noch zum Pilger, Jahr für Jahr von einem Traditionssegler zum nächsten, zu Schifffahrtsmuseen, zu Schauplätzen Deiner Bücher... Sieh zu, dass Du einen gut bezahlten Job findest!
    Wann immer ich bemerke, dass ich um den Mund herum grämlich werde; wann immer in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; wann immer [...] nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten und den Leuten die Hüte runterzuschlagen – immer dann ist es höchste Zeit, sobald ich kann zur See zu gehen.
    Herman Melville, Moby Dick

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