Ich habe gerade "Hornblower an Spaniens Küsten" angefangen und muss zugeben, dass ich mich damit ziemlich schwer tue ... anders als bei den vorherigen Hornblower-Romanen.
Ich finde, Hornblower hat sich hier zu einem ziemlichen "Unsympaten", Egomanen und Kapitän mit maximalen Stimmungsschwankungen (neudeutsch:Depressionen?) entwickelt. Da ist zuerst einmal die Art und Weise, wie er (zu sich bzw. dem Leser) über seine Frau spricht. An dieser lässt er ja wirklich keine gutes Haar. Sie wird mehr oder weniger als ein aus der Form geratenes, dümmliches Schweinchen mit schlechten Manieren beschrieben, die ihm (und seinen Ambitionen bei Lady Barbara) mehr oder weniger im Weg steht.
Dann sind da seine doch recht stark ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexe und sein schon krankhaftes Bestreben, nichts falsch zu machen und seine Würde zu bewahren; damit einhergehend sein Bedürfnis, sich zurückzuziehen und seine Ruhe haben zu wollen.
Insgesamt: schwierig und ich bin wirklich am Überlegen, das Buch erst einmal beiseite zu legen ...
Aber vielleicht wird es ja doch noch besser ... ich bin hier mit Sicherheit auch sehr von POB und seinem Stil verwöhnt!
Liebe Grüße
Sir Thomas B.



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Aber wie unser guter alter Speedy treffend bemerkt, ist es ja durchaus sehr spannend, sich mit unterschiedlichen Schreibstilen auseinander zu setzen, wenn man mal so eben den Autor wechselt. 
