Traditioneller Royal Navy Toast für den heutigen
Ergebnis 1 bis 17 von 17
  1. #1
    Admiral of the Fleet (11.341) Avatar von Bonden
    Registriert seit
    01.01.2011
    Ort
    Dresden
    Alter
    53
    Beiträge
    3.404
    Liest
    SW: Knight Errant

    Woodman, Richard - Die Drinkwater-Reihe

    Die Augen der Flotte
    Kutterkorsaren
    Kurier zum Kap der Stürme
    Die Mörserflottille
    Die Korvette
    Die Wracks von Trafalgar
    Der Mann unterm Floß
    In fernen Gewässern
    Der falsche Lotse
    Unter falscher Flagge
    Das Fliegende Geschwader
    Unter dem Nordlicht
    Der Schatten des Adlers
    Auf dem Grund des Meeres

  2. #2
    Exilsachse Avatar von Speedy
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Bergfelde
    Alter
    50
    Beiträge
    3.179
    Liest
    Tödliches Riff
    Die Drinkwater-Reihe war für mich die Einstiegsdroge in die maritime Literatur "unserer" Zeit. Im Grunde ist Drinkwater ja fast das Gegenteil zu David Winter. OK, auch er ist ein hervorragender Seeoffizier, doch ihm fliegt so gut wie nichts zu, der Krieg und die See hinterlassen mit der Zeit immer mehr Spuren auf seinem Körper und seiner Seele und er hat immer wieder Rückschläge zu verkraften.
    Die Höhepunkte der reihe sind für mich die Bände "Die Mörserflottille" und "Die Korvette".
    Der erstgenannte Band ist eine wunderbare Darstellung der Schlacht von Kopenhagen aus der ungewöhnlichen Perspektive eines Mörserschiffs, während man in "Die Korvette" eine Menge über den Walfang jener Zeit erfährt.

  3. #3
    Cointreau Amiral
    Avatar von Kaii Piranha
    Registriert seit
    01.01.2011
    Ort
    Seelscheid
    Alter
    30
    Beiträge
    1.065
    Liest
    Lord of the Rings
    Ich erinnere mich noch, wie schrecklich ich den ersten Band damals fand... was für ein Krampf war das... das einzige Interessante waren die Zusammenfassungen übrigen Weltgeschehens zu Beginn jeden Kapitels...

    Racky hatte mir dann jenen Band besorgt, der u.a. in Hamburg spielt und da habe ich der Reihe dann doch noch eine Chance gegeben.

    Leider habe ich nicht alle, die ich hatte habe ich dann versucht, in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
    Dabei habe ich deutlich gemerkt, wie sich das Stil Woodmans weiterentwickelt, weg von diesem klischeehaften comicfigurplattcharakteren Beschreibungen...


    "Die Korvette", mit dem Walfang, ist da aber wirklich schon einer der Höhepunkte (der mir bekannten Bücher), man erfährt wirklich ungeheuer viel über den Walfang, und über einen Handlungsschauplatz, der sonst so gar nicht beleuchtet wird (Arktis) und mit im Buch drin war dann auch noch die Zeichnung eines Notruders, was man sich ansonsten nur irgendwie vorstellen konnte, bekam hier Gestalt

    Der letzte Band der Serie hatte dann so etwas wunderbar... Melancholisches fast...
    Und obwohl das Ende eigentlich traurig ist, so ist es doch ein sehr schönes, auch fast Philosophisches...

      Spoiler!  
    Der alte (veraltete?) Captain des Segelzeitalters wird vom den Rädern eines Dampfschiffes des neuen, herannahenden Dampfschiffahrtzeitalters überrollt und hat es doch eigentlich bereits zum Admiral geschafft, während tragischerweise aber die Nachricht von dieser bereits wirksamen Beförderungen die Angehörigen erst in jener Stunde erreicht, in der Drinkwater tot aufgefunden wird.


    Viel schöner (eigentlich das falsche Wort, aber ich als Leser empfand diese metaphorische Leistung einfach als sehr schön), kann der Abschluß einer Serie kaum sein...

  4. #4
    Able Seaman

    Registriert seit
    04.01.2011
    Ort
    Kreischa
    Beiträge
    193
    Ich kann mich gar nicht mehr sicher entsinnen, aber ich glaube neben den Ulrich Komm Romanen war "Kutterkosaren" meine Einstiegsdroge.
    Woodman war immer sehr unterhaltsam. Seine Figuren sind sehr authentisch und auf den meist 250-300 Seiten kommt auch nie Langeweile auf. Dazu hat Woodman immer sehr gute Ideen weche historischen Episoden er als Grundlage aussucht. Nach den O´Brian Büchern hätte ich mir auch immer einen Woodman Roman gut als Film vorstellen können.

  5. #5
    Exilsachse Avatar von Speedy
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Bergfelde
    Alter
    50
    Beiträge
    3.179
    Liest
    Tödliches Riff
    Woodmann versucht halt immer, seine Handlung und die Schauplätze historisch so plausibel wie möglich zu gestalten, wie man ja auch an seinen jeweils enthaltenen Erläuterungen sehr gut sehen kann.

  6. #6
    Boatswain

    Registriert seit
    08.01.2011
    Ort
    Radebeul
    Alter
    47
    Beiträge
    218
    Liest
    Diverses
    erstmal find ichs Klasse, daß mein geistiger Ziehvater hier diesmal Eingang in Walhalla gefunden hat.

    Sicherlich ist es die Reihe die historisch am genauesten unsere Zeit schildert.
    Das der protagonist (also nich ich) nahezu die gleiche Entwicklung nimmt, wie (ausser bei PoB) bei allen anderen Serien, ist wahrscheinlich literaturgesetzmäßig und daher nicht zu kritisieren. was zu kritisieren wäre ist das der arme Drinkwater von seinem (geistigen) Papa
    karrieretechnisch so stiefmütterlich behandelt wird. Eine derartig arme Brotsuppe wie dder Drinkwater, gibt es in keiner anderen reihe. Und noch die Gegenden, wo der arme Kerl hinmuss, Nordsee, gleich zweimal, nordpazifik, nordatlantik, kein Wunder wenn da die Schwermut grassiert.

  7. #7
    Exilsachse Avatar von Speedy
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Bergfelde
    Alter
    50
    Beiträge
    3.179
    Liest
    Tödliches Riff
    Wenn man etwas an Woodman krtitisieren müsste, dann vor allem, dass es recht gefährlich ist, sich in der Nähe seines Helden aufzuhalten. Was da so um ihn herum gestorben wird...
    Da, finde ich, übertreibt er ein wenig, zumal ja die realen Verluste in der Regel selten so hoch wie bei Woodman waren.
    Doch ansonsten ist seine Recherche vorbildlich und er ist ja außerdem - wodurch sich Mr. Quincy bestätigt fühlen wird - ein gestandener Seemann.

  8. #8
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
    Registriert seit
    01.01.2011
    Ort
    Falkensee
    Alter
    68
    Beiträge
    1.868
    Liest
    Eine Kopfjagd
    Zitat Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
    Wenn man etwas an Woodman krtitisieren müsste, dann vor allem, dass es recht gefährlich ist, sich in der Nähe seines Helden aufzuhalten. Was da so um ihn herum gestorben wird...
    Da, finde ich, übertreibt er ein wenig, zumal ja die realen Verluste in der Regel selten so hoch wie bei Woodman waren.
    Doch ansonsten ist seine Recherche vorbildlich und er ist ja außerdem - wodurch sich Mr. Quincy bestätigt fühlen wird - ein gestandener Seemann.
    Danke, Speedy!
    Wie an anderer Stelle schon mal ausgeführt, ähneln sich die Lebensläufe von Woodman und Quincy ganz erstaunlich. Das beginnt schon beim Alter und setzt sich über die Karriere bei der Seefahrt fort. Vermutlich habe ich aus diesem Grund Woody immer besonders gerne übersetzt habe.

    Mit den Verlusten hast Du im Prinzip recht! In der großen Statistik liegen die Verluste durch direkte Feindeinwirkung bei etwa 5%.Allerdings waren die Verluste immer sehr hoch, wenn es zum Nahkampf beim Entern kam. Anderseits sind die Toten durch Unfälle, Krankheit und mangelhafte Verpflegung kein Thema, was die Leserschaft vom Hocker reißt.

    Quincy
    The past is not dead. In fact, it's not even past

  9. #9
    Exilsachse Avatar von Speedy
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Bergfelde
    Alter
    50
    Beiträge
    3.179
    Liest
    Tödliches Riff
    Es fällt im Vergleich zu anderen Autoren halt auf, dass man sich bei Woodman nicht zu sehr an die Akteure neben Drinkwater gewöhnen sollte, sieht man mal von Quillhampton, Tregembo und seinem ersten Leutnant ab.

      Spoiler!  
    Und selbst die sind nicht unsterblich.

  10. #10
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
    Registriert seit
    01.01.2011
    Ort
    Falkensee
    Alter
    68
    Beiträge
    1.868
    Liest
    Eine Kopfjagd
    Zitat Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
    Es fällt im Vergleich zu anderen Autoren halt auf, dass man sich bei Woodman nicht zu sehr an die Akteure neben Drinkwater gewöhnen sollte, sieht man mal von Quillhampton, Tregembo und seinem ersten Leutnant ab.
    Erwähne den armen Tregembo nicht!!!! Das arme Schwein ...
    The past is not dead. In fact, it's not even past

  11. #11
    Exilsachse Avatar von Speedy
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Bergfelde
    Alter
    50
    Beiträge
    3.179
    Liest
    Tödliches Riff
    Das habe ich damals echt nicht verstanden.

  12. #12
    Ordinary Seaman
    Avatar von Mr. Steven
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Soest
    Alter
    45
    Beiträge
    86
    Wenn ich einen Bekannten für unsere bevorzugte Lektüre gewinnen wollte, würde ich in jedem Fall einen Woodman verleihen und wohl kaum einen O'Brian. Den gibt es erst wenn
    die erhoffte Sucht und Abhängigkeit etwas stärker ausgeprägt ist und nach feinerem Stoff verlangt wird.

  13. #13
    Exilsachse Avatar von Speedy
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Bergfelde
    Alter
    50
    Beiträge
    3.179
    Liest
    Tödliches Riff
    Obwohl, die Woodmans sind halt immer ziemlich düster, dann doch lieber einen Ramage, zumal besonders die ersten beiden Bände richtig gut sind.

  14. #14
    Senior Post-Captain
    Avatar von George Bentinck
    Registriert seit
    02.01.2011
    Ort
    Mühlhausen/ Thür.
    Alter
    33
    Beiträge
    1.748
    Auch wenn ich Remage noch nicht gelesen habe, würde ich Woodman nicht als düster bezeichnen. Das ist eher ein realistisches Bild der Zeit, was da immer wieder durch kommt - eben dunkler als bei Frank Adam.
    George N. W. Cavendish-Bentinck
    Captain R.N. (M.O.R.N.)
    HMS London (98)

  15. #15
    Boatswain

    Registriert seit
    08.01.2011
    Ort
    Radebeul
    Alter
    47
    Beiträge
    218
    Liest
    Diverses
    Düsterlich schon, alleine die Auswahl an Gegend, huh, man fängt gleich mit an zu bibbern.
    Gleichwohl muss ich zustimmen, keine anderen Bände sind vom maritimen und historischen so korrekt und dabei stilistisch sehr spannennd zu lesen.

  16. #16
    Powder Monkey
    Registriert seit
    14.01.2011
    Ort
    Berlin
    Alter
    32
    Beiträge
    34
    Drinkwater war für mich nach der Bolithoreihe die beste. Die Dunkelheit und teilweise Traurigkeit fande ich in gewisser Weise spannend. Mal eine andere Sicht auf einen Helden.

    Muss die Reihe mal wieder lesen

  17. #17
    Flag Lieutenant
    Avatar von Capt.Guy Nelson
    Registriert seit
    23.03.2011
    Ort
    Weitnau/Allgäu
    Alter
    57
    Beiträge
    978
    Liest
    Etwas endet/beginnt
    Ich lese gerade wieder die Drinkwater - Reihe.
    Wenn hornblower in meiner jugend die Einstiegsdroge war , dann war woodmans Drinkwater für mich der Rausch.
    So eine Figur könnte wirklich gelebt haben, und ist kein Superheld , dem alles gelingt oder zufliegt.
    " There is no place better for the education of a gentleman than the quarterdeck of a man o´war. "
    Prince William Henry , Duke of Clarence and St Andrews , later King William IV.

    Ab Weihnachten 2011 auf Helling : Armed Cutter HMS "Hunter" , 1797 , von C.Mamoli

Ähnliche Themen

  1. Drinkwater in echt!
    Von Ned im Forum WOODMAN, RICHARD
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 21.03.2012, 17:05
  2. Bon Homme Richard
    Von Jak Tar im Forum VITRINE
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 22.01.2012, 23:02
  3. Woodmann, Richard - The Victory of Seapower
    Von Sir Walter Stirling im Forum 1650 bis 1815
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.01.2011, 15:31
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 13.01.2011, 20:01
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 09.01.2011, 19:07

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •