Traditioneller Royal Navy Toast für den heutigen
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  1. #1
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff

    Erfahrungen mit dem Selbstverlag

    Um auf einer Bitte von Mr. Quincy zu entsprechen, wollen wir hier unsere Erfahrungen mit der Veröffentlichung von Büchern im Selbstverlag bündeln.

    Da ich selbst ein Buch - mehr oder weniger - im Selbstverlag veröffentlicht habe, werde ich an dieser Stelle beginnen.
    Einleitend muss ich dazu erwähnen, dass ich Glück hatte. Durch Zufall stieß ich 2006 auf den amerikanischen on demand-Anbieter Lulu.com, der zu diesem Zeitpunkt den deutschen markt so richtig aufmischen wollte. Ab 2007 bot er die Veröffentlichung von Büchern auch mit deutscher ISBN an, wozu er eine Kooperation mit Libri einging.
    Damals war ich im deutschsprachigen Forum von Lulu recht aktiv, wurde auch eine Art Moderator und für meine Mühe schenkte man mir einen Gutschein, den ich für den Erwerb des deutschen Versandpaketes verwendete.
    Eigentlich wollte ich damit meinen gerade fertiggestellten ersten Krimi veröffentlichen, doch Lulu hatte sich gründlich verkalkuliert, stellte die Kostenstruktur um und hätte meinen Krimi auf dem deutschen Markt praktisch unverkäuflich gemacht. Also verzichtete ich und brachte den Krimi über BOD heraus.
    Da man für Sachbücher einfach höhere Verkaufspreise erzielen kann, nutzte ich die freie ISBN für "Der Weg nach Trafalgar" und brachte das Buch 2008 auf den Markt.
    Trotz intensiver Bemühungen, wie Presseexemplare und Pressemeldungen verkaufte sich das Buch anfänglich kaum. Erst 2009 platzte der Knoten, ohne dass ich die Gründe erklären kann und seitdem ist das Buch ein Selbstläufer, soweit ich das auf Amazon verfolgen kann.
    Allerdings entsprechen die Abrechnungen bei Lulu bei weitem nicht den Verkäufen, weshalb ich eine Neuauflage für die Trennung von Lulu nutzen wollte. Im Oktober 2010 nahm ich das Buch offiziell vom Markt, doch es wird weiter verkauft (nicht nur Restbestände - es wird regelmäßig nachgeliefert) und weil ich das Buch ja vom Markt genommen habe, glaubt man, es nicht mehr an mich bezahlen zu müssen bzw. wird behauptet, es handele sich nur um Restbestände, die bereits mit mir abgerechnet wären.
    Und so lange das alte Buch auf dem Markt ist, macht die neuauflage keinen echten Sinn, ich würde ja nur mir selbst Konkurrenz machen.
    Ihr seht also, man hat es nicht leicht als Selbstverleger.

  2. #2
    Lord of the Board
    Avatar von Sir Amoi
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    SW: Knight Errant
    Zitat Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
    Allerdings entsprechen die Abrechnungen bei Lulu bei weitem nicht den Verkäufen, weshalb ich eine Neuauflage für die Trennung von Lulu nutzen wollte. Im Oktober 2010 nahm ich das Buch offiziell vom Markt, doch es wird weiter verkauft (nicht nur Restbestände - es wird regelmäßig nachgeliefert) und weil ich das Buch ja vom Markt genommen habe, glaubt man, es nicht mehr an mich bezahlen zu müssen bzw. wird behauptet, es handele sich nur um Restbestände, die bereits mit mir abgerechnet wären
    Äh, hast du diesbezüglich schon mal mit einem Anwalt gesprochen?
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    Die Amazon-Funktion des Forums arbeitet nur mit 10-stelligen ISBN/ASIN-Nummern korrekt.

  3. #3
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff
    Bisher nicht und da Lulu in den USA sitzen....

  4. #4
    Commodore 1st class
    Avatar von Alderian
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    Book on demand wäre sicher ne Möglichkeit, wenn man an nen guten Verlag kommt.

    Einer allein wird da sicher wenig ausrichten können, aber wenn sich die Autoren (Quincy, schreibt außer Dir jemand aktuell in deutsch?) zusammentun, wäre das vielleicht was.

    Schwieriger stell ich es mir aber bei Übersetzungen vor. Da musst Du Dir die Rechte holen und den Übersetzer bezahlen, bevor da was auf den Markt kommt...
    "If there are ladies present, gentlemen should be also!" - Major Richard Sharpe

  5. #5
    Commander
    Avatar von Sir Horatio Nelson
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    Sehe ich das richtig, das dieses Thema hier diskutiert wird um die Möglichkeit auszulooten maritime Bücher ggf. im Selbstverlag zu vertreiben, wenn Ullstein die Sparte dicht macht?

    @ Speedy, du würdest also prinzipiell von Lulu abraten und zu BOD tendieren, aye?

    @ Chef, du hattest doch mal Kontakt zu dem Aut des "Roten Adlers", richtig? Meinst du, der würde sich dahingehend hier äußern?
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    I will be a hero.
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  6. #6
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff
    So pauschal kann man das nicht sagen. Ich habe inzwischen einige on-demand-Verlage durch. Jeder hat sein für und wider, manche auch kein für.

  7. #7
    Able Seaman
    Avatar von Edward Edwards
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    Hallo Speedy, ich finde deine Erfahrungen interessant und sie bestätigen meine bisherigen Vermutungen über solche "Firmen". Wäre die Gründung eines eigenen Verlages nicht eine Alternative?
    Braucht man überhaupt einen Verlag?
    Im Grunde kann man doch auch als Privatperson eine Druckerei mit der Herstellung der Bücher beauftragen. Man muss dann ja nur einen Großhändler nehmen, der das Buch ins Programm nimmt, bzw über Amazon hat man ja schon eine gute Plattform um ohne Großhändler auszukommen.
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  8. #8
    Vitalienbruder
    Avatar von Saarpirat
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    Für eigene Werke einen kleinen Verlag zu finden und auch eine ISBN-Nummer zu bekommen ist natürlich kein Problem. Der Preis richtet sich natürlich nach Auflage und Nachdrucke sind auch günstiger als der Erstdruck.

    Aber damit ist es ja nicht getan.

    Man braucht ja auch noch das Lektorat und die eigentliche Aufgabe der Verlage ist ja auch der Vertrieb. Jedenfalls, wenn ma die Bücher auch unabhängig von Mundpropaganda verkaufen will. oder sogar (etwas) Geld damit verdienen will.

    Ich fürchte, man dürfte meistens schon Glück haben, wenn man nicht zuviel zulegt.

  9. #9
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff
    Zitat Zitat von Edward Edwards Beitrag anzeigen
    Man muss dann ja nur einen Großhändler nehmen, der das Buch ins Programm nimmt, bzw über Amazon hat man ja schon eine gute Plattform um ohne Großhändler auszukommen.
    Ganz so einfach ist das nicht. Die Großhändler (in erster Linie Lbri und KNV) nehmen Dich nicht einfach ins Programm. Und der Verkauf über den Amazon-Marketplace ist zwar eine Möglichkeit, doch wenn der Kunde grundsätzlich 3 EUR Versandgebühren berappen muss, wenn der Versand bei Amazon selbst kostenlos ist, ist das nicht gerade verkaufsfördernd.
    Es ist schon hilfreich, jemanden zu haben, der einen an den Großhandel und damit auch an Amazon heranbringt.

    Lulu ist einfach zu weit weg und versteht den deutschen Markt nicht. Außerdem läuft da inzwischen alles über amerikanische ISBN und somit erscheinen Bücher, wenn sie bei Amazon gelistet werden, zunächst als englische oder amerikanische Literatur, bis man Amazon vom Gegenteil überzeugt hat. Das ist mühsam. Bei meinen persönlichen Problemen unterstelle ich nicht einmal böse Absicht, sondern dass sich niemand mehr bei Lulu auskennt, nachdem das zuständige Personal in den letzten Jahren mehrfach wechselte.
    BOD ist deshalb günstig, weil BOD eine Libri-Tochter ist. man ist sozusagen automatisch beim größten Grossisten gelistet. Außerdem bietet BOD seine Dienste auch Verlagen an.
    Man kann ein Buch als Autor schon recht günstig auf den Markt bringen, doch man ist auf 5 jahre vertraglich gebunden und zahlt eine monatliche Datenhaltungsgebühr.
    Shaker Media ist ein on demand-Verlag, der sich seine Kunden aussucht, also nicht jeden Mist verlegt. Als ich dort war, wurden die angenommenen Manuskripte kostenlos verlegt. Leider hat der Verlag nur schlechte Verbindungen zum Großhandel und ob man dann dort gelistet wird, gleicht einer Lotterie.
    tredition ist ein kleiner feiner Verlag, mit einer sehr engagierten Führung. Auch dort war es kostenlos, sein Buch zu verlegen. Inzwischen kostet es aber auch hier. Aber immerhin, das Engagement der geschäftsleitung ist ungebrochen. Mein dort verlegter Heimatkrimi wurde immerhin in der Edition einer großen Dresdner Zeitung untergebracht.
    Bei tredition werden die Autoren auch mit Lektoren, die ihre Dienste zu marktüblichen Konditionen anbieten, zusammen gebracht.
    epubli will ich als nächstes testen. Die Kosten halten sich in Grenzen, die vertragsbindung ist überschaubar und der Verlag gehört zur Holzbrinck-Gruppe, was kein Nachteil ist.
    Alle Verlage bieten auch Pakete an, in denen Lektorat und Werbung angeboten werden. das ist nicht billig und mir fehlen die Erfahrungen, um einschätzen zu können, ob sich die Investition letztendlich lohnt.

  10. #10
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
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    Zitat Zitat von Alderian Beitrag anzeigen
    Schwieriger stell ich es mir aber bei Übersetzungen vor. Da musst Du Dir die Rechte holen und den Übersetzer bezahlen, bevor da was auf den Markt kommt...
    Dear Alderian,

    es geht vor allem um die Rechte! Bei nach altem Recht übersetzten Büchern ist der Übersetzer nach Ablieferung und Bezahlung seiner Arbeit raus aus dem Geschäft. Für neue Übersetzungen (z.B. Fortsetzung der Lewrie-Serie) haben wir einen Übersetzer an Bord.
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  11. #11
    Commodore 1st class
    Avatar von Alderian
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    Aber, lieber Qunicy, auch für die neuen Bände einer Reihe müsste man sich doch das dt. Veröffentlichungsrecht sichern, oder?

    Klar, die Rechte der "alten" - sagen wir besser bisherigen - Übersetzungen müssen von Ullstein erworben werden (was sicher ein paar Euros kosten würde). Aber der englische Verlag will sicher auch Geld für die Neuerscheinungen...
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  12. #12
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Tödliches Riff
    Mit Sicherheit. Und diese Kosten müssen dann wahrscheinlich auch noch vorgestreckt werden.

  13. #13
    Commodore 1st class
    Avatar von Alderian
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    Davon kannst Du aber mal schwer ausgehen...
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  14. #14
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    Avatar von Cedergren
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    Das Problem beim Selbstverlag von Büchern scheinen eh die Druckkosten zu sein. Viele kleinere Anbieter verlangen nämliche diese vorab vom Autor. Jedenfalls war es bei selbstveröffentlichten Doktorarbeiten so. Das ging recht schnell ins Geld.

  15. #15
    Boatswain
    Avatar von Elaine
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    Zitat Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
    Bisher nicht und da Lulu in den USA sitzen....
    Das muss Dich nicht hindern, ihnen zu Leibe zu rücken. Hat es in Lulus (was für ein Name! Ich denke da an eine verruchte Barsängerin in den wilden 20er Jahren...) AGBs oder Vertragswerken eine deutsche Adresse oder einen Gerichtsstand in Deutschland?

    Und dann gibt es immer noch das Internationale Privatrecht (in Deutschland heißt es EGBGB = Einführungsgesetz zum BGB), welches darüber entscheidet, ob ein Konflikt nach inländischem Recht beurteilt wird oder nach dem ausländischen Recht des Gegners.

    Lohnt sich nicht? Je geringer der Streitwert, desto kleiner das Anwaltshonorar für die Beratung
    Wann immer ich bemerke, dass ich um den Mund herum grämlich werde; wann immer in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; wann immer [...] nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten und den Leuten die Hüte runterzuschlagen – immer dann ist es höchste Zeit, sobald ich kann zur See zu gehen.
    Herman Melville, Moby Dick

  16. #16
    Boatswain
    Avatar von Elaine
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    Mutiny... Elsinore
    Zitat Zitat von Cedergren Beitrag anzeigen
    Das Problem beim Selbstverlag von Büchern scheinen eh die Druckkosten zu sein. Viele kleinere Anbieter verlangen nämliche diese vorab vom Autor. Jedenfalls war es bei selbstveröffentlichten Doktorarbeiten so. Das ging recht schnell ins Geld.
    Bei wissenschaftlichen Arbeiten, i. d. R. Doktorarbeiten, ist es üblich, deren Veröffentlichung selbst bezahlen zu müssen, weil es davon dann nur so kleine Auflagen gibt. Ich habe mich damals sehr gefreut, dass meine Magisterarbeit in einer Fachzeitschrift untergebracht wurde, die mein Professor herausgab (er hat sie dort veröffentlicht, weil er eben meinte, sie sollte veröffentlicht werden)

    Was meinst Du mit "viele kleinere Anbieter" - die unseriösen "Druckkostenzuschussverlage", die (besonders jungen) Autoren tausende von Euro für die Veröffentlichung abknöpfen?
    Wann immer ich bemerke, dass ich um den Mund herum grämlich werde; wann immer in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; wann immer [...] nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten und den Leuten die Hüte runterzuschlagen – immer dann ist es höchste Zeit, sobald ich kann zur See zu gehen.
    Herman Melville, Moby Dick

  17. #17
    Exilsachse Avatar von Speedy
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    Zitat Zitat von Elaine Beitrag anzeigen
    Das muss Dich nicht hindern, ihnen zu Leibe zu rücken. Hat es in Lulus (was für ein Name! Ich denke da an eine verruchte Barsängerin in den wilden 20er Jahren...) AGBs oder Vertragswerken eine deutsche Adresse oder einen Gerichtsstand in Deutschland?

    Und dann gibt es immer noch das Internationale Privatrecht (in Deutschland heißt es EGBGB = Einführungsgesetz zum BGB), welches darüber entscheidet, ob ein Konflikt nach inländischem Recht beurteilt wird oder nach dem ausländischen Recht des Gegners.

    Lohnt sich nicht? Je geringer der Streitwert, desto kleiner das Anwaltshonorar für die Beratung
    Sie haben damals ganz bewusst darauf verzichtet, sich in Deutschland niederzulassen oder wenigstens steuerlich zu registrieren. Das hat ihren Vorstoß auf den deutschen Markt so sehr behindert, dass man ihn inzwischen als gescheitert betrachten darf.
    Was den Streitwert betrifft, so war und ist es mir wichtiger, gelesen zu werden, als etwas zu verdienen. OK, bei Lulu hatte ich eh keine Kosten, sieht man von den Korrekturexemplaren und der Recherche ab. Deshalb sprechen wir hier gerade mal von 25-30 EUR im Monat, im Weihanchtsgeschäft etwas mehr, im Sommer etwas weniger.

  18. #18
    Segelmeister
    Avatar von paul.quincy
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    Eine Kopfjagd
    Ich möchte mich ganz herzlich für eure Anregungen und besonders bei Speedy für den Einblick in seinen großen Erfahrungsschatz bedanken.
    Bis jetzt scheint das Fazit zu sein: Wenn man nicht viel Zeit und Geld investiert will (kann) und nicht nur der Ehre wegen seine Bücher veröffentlichen will, dann hat man mit einer Menge Gegenwind zu kämpfen, typisches Schietwetter eben und wie immer gegenan!
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  19. #19
    Commander
    Avatar von Sir Horatio Nelson
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    Da ich von Verlagsrecht keinen Schimmer hab, befasse ich mich mal mit dem Teil von dem ich denke, da könnte ich meinen Senf dazu geben.

    Saari sprach vorhin an, dass man die Bücher ja schließlich auch noch verteiben müsste.

    Wenn man keinen Großhändler zur verfügung hat, der bspw. einfluss auf Thalia etc hat und denen solche Bücher empfiehlt, dann gibt es auch noch andere Wege.

    "Mund zu Mund Propaganda" ist da etwas zu einfach. Das kann man ausweiten.
    1. Es gibt einen guten Stock Läden in Deutschland die historische Romane (nicht nur Prinzessinnen ) vertreiben. Wenn man bei diesen Nun persönlich oder über einen von uns Bspw. vorstellig wird. (sehe ich das zu naiv? ) Dürfen die Erfolgschancen gar nicht so gering sein. Denn man bittet (aufgrund der geringen auflage) ja nicht um abnahme großer Mengen.
    2. Das Internet ist heute der Raum, in welchem auf Bücher aufmerksam gemacht wird.
    Wir sind hier eine recht große Gruppe mit einem, mit Verlaub, wirklich sehr guten Ruf. Glaubt ihr nicht, dass es uns möglich wäre über das Internet eine Werbekampange zu betreiben? (ich rede nur von der Verbreitung von Empfehlungen und Hinweisen, nix kostenpflichtiges).

    Und so wie sich das bei Speedy anhörte, ist der Selbstverlag doch gar nichts so abwegiges, aye? Bei dem richtigen Anbieter ?

    Bei Übersetzungen könnte es höchstens schwierig werden und wird es wahrscheinlich auch, doch das ist ein anderes Pflaster.
    Wenn die Bücher noch dazu wirklich gut sind...dann gibts ja auch noch andere als Ullstein.

    @ Quincy, da du ja nun schon vielffach veröffentlicht hast, ist es da so schwer wieder einen verleger zu finden. Für Neueinsteiger ist das noch härter aber als bereits publizierter Autor? Oder irre ich da gewaltig?
    Kommandant von H.M. Sloop Snake

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  20. #20
    Vitalienbruder
    Avatar von Saarpirat
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    Zitat Zitat von Sir Horatio Nelson Beitrag anzeigen
    Für Neueinsteiger ist das noch härter aber als bereits publizierter Autor? Oder irre ich da gewaltig?
    Ganz bestimmt.

    Und du brauchst Geld. Wieviel kommt natürlich darauf an, wie hoch die Erstauflage sein soll, in welcher Ausstattung das Buch sein soll. Wie dick es ist.

    Wie schon mal gesagt, ein Buch drucken zu lassen und mit einer ISBN Nummer zu versehen ist kinderleicht. Ich müsste nur zum Chef meiner Frau gehen und ein paar Tage später wäre alles über die Bühne.

    Aber: Damit habe ich noch kein (professionelles) Lektorat und keinen Vertrieb. Die Bücher lägen dann bei mir zuhause. Bei privater Internetwerbung bezweifel ich, dass man am die Druckkosten am Ende rausbekommt.

    Edit:

    Bei Quincy, als etablierter Autor mit einigem Bekanntheitsgrad, stelle ich mir das als gangbaren Weg vor. Bei Neulingen, naja.

    Was ich mich auch schon lange frage, von einem anderen, im Forum bekannten Autoren, der sein Buch im Eigenverlag herausgebracht hatte und ein zweites angekündigt hatte, ich meine Walter M. Dobrow, hat man auch schon lange nichts Neues mehr gehört. Vielleicht doch auch eine Geldfrage.
    Geändert von Saarpirat (22.01.2011 um 18:18 Uhr)

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