Das hatten wir, glaube ich, im Rettungsboot mal angeschnitten.
Evtl. kann man die Diskussion hier fortsetzen und ggf. Erfahrungen austauschen...
Das hatten wir, glaube ich, im Rettungsboot mal angeschnitten.
Evtl. kann man die Diskussion hier fortsetzen und ggf. Erfahrungen austauschen...
"If there are ladies present, gentlemen should be also!" - Major Richard Sharpe
Genau das war meine Idee.
Soviel kann ich schon mal sagen: Ich habe den Sony PRS-650 und bin bislang äußerst zufrieden damit.
Ein ausführlicherer Bericht folgt.
Ich bin seit Weihnachten stolze Besitzerin eines Pocketbook 602.
Das Pocketbook wird von einer ukrainischen Firma hergestellt und zeichnet sich dadurch aus, dass die Firma sehr auf das Feedback ihrer Community hört und regelmäßig Software Updates liefert. Ich bin total zufrieden und stelle fest, dass es mir viel mehr Spaß macht, dicke Bücher zu lesen. Es gibt das Teil auch mit Touchscreen, aber da fand ich auf der IFA das Sony einen Tick stärker. Allerdings vermisse ich den Touchscreen bei dem Reader nicht, ich will ja keine Apps steuern sondern damit lesen.
Die erste Enttäuschung hatte ich letzte Woche. Ich wollte für einen London-Trip einen Reiseführer kaufen und musste feststellen, dass die Verlage noch keine Ebooks anbieten![]()
E-Book-Reader sind eine feine Sache.
Der Sony PRS-650 auf jeden Fall auch. Der erste Eindruck ist zwar nicht unbedingt, dass man ein Buch in der Hand hält, aber wenn man sich erst ein wenig eingelesen hat, verliert sich der Eindruck recht schnell. Der 6 Zoll Bildschrift hat keine Hintergrundbeleuchtung und erweckt mit seiner E-Ink-Technik tatsächlich den Eindruck eines gedruckten Buches. Kleiner als 6“ sollte das Display aber auch nicht sein.
Das Gerät fühlt sich zwar nicht wie ein Buch an. Aber mit der Lederhülle, die man separat kaufen muss, hat man wirklich das Gefühl, ein in Leder gebundenes Buch in der Hand zu halten. Der Erwerb einer Hülle muss unbedingt empfohlen werden, schon als Schutz für den Transport. Leider liefert Sony das Gerät ohne aus. Was auch fehlt, ist ein Ladegerät für die Steckdose. Mitgeliefert wird nur ein USB-Kabel für das Laden über den PC. Zwei Minuspunkte!
Das „Papier“ muss man sich hierbei leicht gräulich vorstellen. Der Kontrast ist aber sehr gut und das Lesen ist augenfreundlich. Das Touchscreendisplay reflektiert etwa so, wie Hochglanzpapier. Ganz Reflexfrei ist es also nicht. Aber verglichen mit anderen Displays sind sie minimal.
Die Schrift kann man in sechs Größen einstellen und die Anzeige lässt sich auf Quer- oder Hochformat einstellten, wobei das Querformat den Nachteil hat, dass man nicht die gesamte angezeigte Seite sieht und Scrollen muss. Ich ziehe das „normale“ Hochformat mit einer etwas größeren Schrift vor. Da muss man zwar ein wenig öfters Blättern, aber das geht einfach mit einem Fingerwisch. Man kann einstellen, in welche Richtung man zum Umblättern wischen will. Nach rechts vor und nach links zurück oder umgekehrt. Alternativ lässt sich auch mit den Tasten blättern.
Die Anzeige ist nicht in Farbe. Bilder werden in Grautönen dargestellt und haben eine ganz gute Qualität.
Man kann sich im Text Lesezeichen (die werden tatsächlich als Eselsohren angezeigt - brr) anlegen und auch Notizen machen. Der Reader bietet für Fremdsprachentexte Wörterbücher an, mit denen man auf einfache Art (indem man mit dem Finger oder dem mitgelieferten Stift doppelt auf ein Wort tippt) übersetzten kann.
Außerdem kann man in den Büchern nach Worten suchen, wie in einem Worddokument.
Mitgeliefert werden ein amerikanisches und ein englisches Dictionary. Sowie zweisprachige Wörterbücher für Englisch/Deutsch, Englisch/Französisch, Englisch/Italienisch und Englisch/Niederländisch.
Neben den Lesezeichen kann man auch eigene Notizen erstellen. Das geht auch handschriftlich. Man kann Textteile „highlinern“ oder auch einfach auf der Seite herum malen.
Außer Büchern lassen sich auch Bilder und MP3s auf dem Reader speichern. Die MP3s können auch während des Lesens gehört werden. Das geht aber nur über einen nicht mitgelieferten Kopfhörer.
Der Interne Speicher ist 2 GB groß, wovon ungefähr 1,5 GB verfüg bar sind. Das Gerät lässt sich aber einfach fast unendlich erweitern, indem man Speicherkarten (SD oder Memory Stick) benutzt. Da ist das Aufspielen der Bücher auch einfacher.
Der Reader kann folgende Formate verarbeiten: EPUB, PDF, TXT, RTF, BBoB. Worddokumente werden von der mitgelieferten Software automatisch in RTF konvertiert.
Zu den Büchern:
Mitgeliefert werden (außer ein paar Leseproben) drei Bücher: Kühlfach 4, Meconomy und Papierkrieg. Zusätzlich gibt es noch kostenlose Bücher im Readerclub bei Sony, wenn man sich registriert.
Man kann auch gekaufte Bücher auf das Gerät aufspielen. Preislich liegen die meisten leicht unterhalb der gedruckten Ausgabe. Für das DRM (Digital Rights Management) ist aber eine zusätzliche Registrierung bei Adobe erforderlich. Auch das ist kostenlos.
Zusätzlich gibt es tausende freie Bücher im Netz, die inzwischen Gemeinfrei sind, weil die Rechte älter als 70 Jahre sind.
Besonders hervorzuheben ist da das Projekt Gutenberg. Bei der US-Ausgabe kann man sich die Bücher einfach im Internet als EPUP herunterladen. Die haben auch sehr viele deutsche Bücher. Diesen Komfort bietet das deutsche Projekt Gutenberg leider nicht. Ich habe mir da die DVD mit den Texten bestellt. Die Texte sind im XML-Format, ein nicht kompatibles Format. Man muss sie erst in xhtml umwandeln (einfach, indem man die Dateiendung ändert) und dann in EPUB konvertieren.
Das macht man an besten mit einen kostenlosen Programm namens Calibre, das jedem eBook-Reader Besitzer zu empfehlen ist.
Auf alle Fälle stehen so viele, viele kostenlose Bücher zur Verfügung. Einschränkend muss man sagen, dass sie teilweise auch auf sehr altertümlichen Deutsch daherkommen, da sie online so eingestellt werden, wie sie vor 70, 100 oder auch mehr Jahren erschienen sind.
Ich denke, dass Wichtigste ist gesagt. Bei Fragen ... bitte fragen!
Vorschlag:
Wir könnten ja eine Sammlung anlegen, wo man am besten kostenlose eBooks beziehen kann und vor allem eine Liste mit „unseren“ Büchern anlegen. Ich habe z. B. gerade den Flottenoffizier von Marryat angefangen.
Bei ciando gibt es jeden Donnerstag ein Freebook zum Download. Die letzten Wochen waren die zwar Schrott mMn, heute gibt es ein Buch über den Film Metropolis.
http://www.ciando.com/service/freebook/intrefid/257238
Ich hab mir in mein Outlook einen Vermerk gemacht, der mich jeden Donnerstag erinnert. Man ist ja nicht mehr die Jüngste![]()
meine Frage (als Unwissender). Ist das E-book format ein allgemeines? D. h. kann man mit jedem Reader jedes E-book herunteladen und lesen?
Und wie sieht es mit aktueller Literatur aus. Ist die in genügendem Umfang vorhanden?
Liebe Grüße
Sir Thomas B.
im Bau: Bark "Endeavour"
"Je blöder Sie sind, desto schneller werden Sie Kult in diesem Land!" (Volker Pispers)
"In der Gemeinschaft ist es leicht, nach fremden Vorstellungen zu leben. In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben. Aber bemerkenswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt." (Ralph Waldo Emerson)
Standard ist ePUP.
Das kann der Kindle von Amazon aber nicht.Sonst, soweit ich weiß, aber alle Reader.
Aktuelle Literatur gibt es immer mehr. Und das Angebot düfte auch weiter stark zunehmen.
Leider liegen neue Bücher preislich meistens nur unwesentlich unter der Buchausgabe.
Bei free ebooks hat man auch häufig PDFs. Das können die Reader aber auch alle (außer Kindle natürlich). Wie ist das denn mit Calibre? Funktioniert das gut?
Aktuelle Literatur gibts meist auch als Ebook (allerdings nicht die Bücher unseres geschätzten Herrn Quincy). Problematischer finde ich es mit älteren, also z.B. nicht mehr verlegten maritimen Romanen. Da muss ich dann wohl weiterhin auf tote Bäume zurück greifen.
im Bau: Bark "Endeavour"
"Je blöder Sie sind, desto schneller werden Sie Kult in diesem Land!" (Volker Pispers)
"In der Gemeinschaft ist es leicht, nach fremden Vorstellungen zu leben. In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben. Aber bemerkenswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt." (Ralph Waldo Emerson)
Ich bin sehr zufrieden damit. Neben dem Konvertieren in andere Formate hat es noch einiges mehr auf Lager. Ich habe lange noch nicht alles ausprobiert.
Download z. B. hier
Jede Menge Bücher gibt es auch bei Google-Books. Die lassen sich auch im ePUP-Format herunterladen.
Ein (unbewertetes) Beispiel
Interessant ist, dass das Buch online in deutscher Schrift angezeigt wird. Ich lese die Schrift zwar fließen, wie lateinische Buchstaben auch, aber es gibt bestimmt auch Mitforisten, die damit Probleme haben. Als ePUP wird es bei mit mit lateinischen Buchstaben angezeigt.
Ich mag Bücher in altdeutscher Schrift - sie geben dem Buch diesen entscheidenden Teil an Authentizität.Ich bin ja nun nicht so alt, dass ich das noch in der Schule gelernt habe, aber meine Mutter hat jede Menge fantastische Märchenbücher aus ihrer Kindheit, die ich damals auch unbedingt lesen wollte - also habe ich es gelernt und bin heute noch froh darüber.
Also wenn schon mit eBook-Reader lesen, dann aber auch so. Kann man denn dann wenigstens wählen, oder ist man bei ePUP (was immer das ist...) nur auf lateinische Buchstaben fixiert?
Non fare il pirito piú grande del culo.
Hier mal ein paar weitere Links mit gemeinfreien eBooks:
Projekt Gutenberg (D)
http://www.gutenberg.org/wiki/Main_Page
http://manybooks.net//
Feedbooks